Herren erkämpfen sich früh morgens mit toller Moral 3 Punkte in Pfullingen [18.2.2022]

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Herren erkämpfen sich früh morgens mit toller Moral 3 Punkte in Pfullingen

Am Wochenende mit Wecker aufstehen müssen ist eigentlich ein Unding für die Renninger Volleyballer. Das früh angesetzte Auswärtsspiel in Pfullingen zwang sie leider dennoch dazu. Im vergangenen Jahr hatte man bei einer ähnlichen frühen Partie in Rottenburg feststellen können, dass die Jungs eher keine klassischen Morgenmenschen sind. Ziel des Spiels stand somit fest: Voller Fokus von Beginn an und drei Punkte, um die Tabellenführung zu bewahren.

Die Faschingsferien als beliebte Ski-Zeit sowie Krankheiten/Verletzungen zogen Spuren durch die Renninger Spielerliste. Mit lediglich 9 Spielern reiste man an, nicht alle zu 100% fit. Der eigentliche Mittelblocker Alex musste auf der Diagonalposition einspringen. Den Rest der Starting Seven bildeten Marcus und Nick auf Außen, Simon und Marcel in der Mitte und Jan als Regisseur und Zuspieler. Komplettiert wurde die Mannschaft vom Magen-Darm-gebeutelten Libero Sven, welcher extra noch zwei Zwieback gefrühstückt hatte.

Das Spiel startete holprig aus Renninger Sicht. Die ungewohnte Aufstellung sowie eine etwas unpräzise Annahme waren der Grund für eine frühe 4 Punkte Führung der Gastgeber. Diese sollte bis Mitte des Satzes halten, bis dahin brauchten die Renninger Jungs, um sich auf ihr Spiel zu besinnen. Mit dem Spezialistenwechsel beim Stand von 18:18 kam Chris rein und sollte vollends für die Wende im ersten Satz sorgen. Für Alex reingekommen startete er fulminant mit zwei Assen und lies die Pfullinger auch danach nicht von der Leine. 6 Punkte später hatten die Renninger den ersten Satzball, direkt der Zweite konnte für den Satzgewinn verwertet werden.

Zu Beginn des zweiten Satzes bot sich zunächst ein ähnliches Bild wie in Satz Eins. Immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten in die Annahme ein, pflanzten sich im Zuspiel fort und sorgten für Fehler auf Renninger Seite. Der hohe Block aus Pfullingen erwies sich als harte Nuss, welche zu selten auf den ersten Versuch geknackt werden konnte. Es war jetzt vor allem die Abwehrarbeit gegen die Pfullinger Gegenangriffe, die bemerkenswert herausstach. Es entwickelte sich ein hart umkämpfter Satz, lange mit der besseren Ausganglage für die Pfullinger. Wieder jedoch war es der Wechsel mit Chris, der den Unterschied bringen sollte. Einige sehenswerte Abwehraktionen führten zu längeren Rallyes, welche dann stets von den Renningern für sich entschieden werden konnten. Die daraus gezogene Moral ließ den Widerstand von Pfullingen endgültig brechen.

Satz Drei war jetzt schon fast Business as usual. Weiterhin ließ das Renninger Angriffsspiel seine Dominanz vermissen. Zuspieler Jan spielte zwar gewohnt schnell, jedoch nicht immer präzise und brachte damit gelegentlich seine Angreifer in größere Schwierigkeiten als den gegnerischen Block. Dennoch gab es zu diesem Zeitpunkt keinen Zweifel mehr daran, wer das Spiel gewinnen sollte. Denn während die Renninger Angriffe zwar ungewohnt ineffizient waren, so war es die Block-/Abwehrarbeit, die dafür umso stärker wurde. Spätestens mit dem erneut eingewechselten Chris, der abermals für Breaks von der Linie sorgen sollte, brachten die Renninger das Spiel auf die Zielgerade. Mit zwei blockfreien Bällen besiegelte Alex einen Renninger Arbeitssieg, der von großartiger Moral geprägt war.

Das Fazit kann nach einem sehr umkämpften Spiel also völlig positiv ausfallen: In einem Spiel, in dem der Aufschlagsdruck kaum ein Faktor ist und in dem die Renninger Angriffsmaschinerie etwas stockte, kann man sich umso mehr über Kampf in der Abwehr und die Mannschaftsmoral freuen. Mit den erkämpften 3 Punkten behaupten die Herren den ersten Platz in der Tabelle und stellen damit die Weichen weiter auf Aufstieg.

Der Scheißhaufen wurde am Samstag nicht verliehen, da es keine qualifiziert doofe Aktion gab. Das MVPakka teilen sich Chris und Alex. Chris bekommt es für ein nahezu perfektes Jokerspiel und Alex für die solide Leistung auf der ungewohnten Diagonalposition. Ebenfalls zu erwähnen ist Lukas, welcher heute die Rolle des Coaches übernahm und es in jedem Satz verstand, den perfekten Zeitpunkt für Auszeiten und Wechsel zu finden.

Es spielten: Marcus Hergert, Marcel Schöffmann, Simon Jungmayr, Nick Tryzna, Alexander Ocker, Chris Eckert, Sven Kettemann und Jan Trauer.
Es coachte: Lukas Schneller.

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